Dienstag, 18. Juli 2006

Die Diktatur des Kapitals und ein leeres Studentenkonto

Dies soll sicher kein Beitrag über das Übel der Welt werden, sondern lediglich ein kleiner Einblick ins Wiener Bankwesen. Da ich ein Immigrant bin und man das einfach schon an meinem Namen sieht, grenzt es schon an Rassismus wie manche Banken mit ausländischen Kunden umgehen. Es begann alles an einem sonnigen Nachmittag:

Ich saß damals in meinem Zimmer und es war so heiß (so heiß dass man nur noch in der Boxershorts sitzen kann), da läutete auf einmal mein Handy. Da ich die Nummer nicht kannte hebte ich natürlich ab. Auf der anderen Seite frage mich eine unfreundliche weibliche Stimme ob ich der gesuchte Herr bin. Da sie meinen Namen nicht korrekt aussprach, wie ungefähr 80% aller Menschen die mich mit meinem Nachnamen ansprechen (obwohl es keine Besonderheiten in des Ausprache besitzt, man muss einfach nur die Buchstaben lesen) sah ich schon dass dieses Gespäch kein gutes Ende nehmen wird. Sie wies mich darauf hin dass mein Konto bei Ihrer Bank im Minus ist, was mir ja klar war allerdings war es seit dem letzten Kontoauszug eine Kleinigkeit (ca. 5€). Ich fragte natürlich nach wieviel das wäre und sie meinte 25€, worauf mich natürlich erstmal die Luft wegblieb, da ich das letzte mal vor ca. 1 Jahr das Konto verwendet hatte. Weiters drohte mir diese unfreundliche Mitarbeiterin mit einer Abmahnung sollte ich das Konto nicht ausgleichen.

Nachdem ich aufgelegt hatte mit dem Versprechen mein Konto aufzulösen, habe ich mich auch entschlossen niemals wieder ein Kunde dieser Bank zu werden. Ich bin nicht über mein Fehlverhalten verärgert da ich mir im Klaren bin, dass ich nicht richtig gehandelt hatte, sondern einfach nur über diese Art und Weise wie ich schon automatisch kriminalisiert wurde. Diese Mitarbeiterin ging schon beim Anruf davon aus das Ihre Bank das Geld nie wieder sehen wird, und glaubte dadurch sie muss mir natürlich gleich mit dem Gesetz drohen.

Die traurige Ironie dieser ganzen Geschichte ist es aber dass ausgerechnet diese Bank durch die Ostexpansion der österreichischen Banken sehr viel Geld gerade in meinem Heimatland verdient. Natürlich denken sicher viele Menschen dass sich ja die Banken schützen wollen, allerdings bin ich nicht der Meinung dass gerade diese Banken auch die Verantwortung sich über Ihre Kunden zu informieren und sie nicht gleich nach Ihrem Namen und Reisepass automatisch in eine Schublade zu stecken.

Das traurige Ende dieser Story ist nun dass ich extra Stunden in meiner Arbeit einlegen muss um diese lächerliche 25€ abzubezahlen, sonst könnte es ja passieren dass sich dieser Betrag verdoppelt wie beim GIS, aber das ist eine andere Geschichte...

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Die Diktatur des Kapitals...
Dies soll sicher kein Beitrag über das Übel der Welt...
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