Freitag, 21. Juli 2006

Verdammte Mechanik!

Es gibt nur wenige Menschen auf dieser Welt die eine Fahrradgangschaltung reparieren können, und seit heute steht fest dass ich kein Mitglied in diesem Verein bin. Man kann sich gar nicht vorstellen wieviel dabei schief gehen kann.

Da ich passionierter Physiker bin und Fahrräder zufällig Mechanik pur sind, dachte ich mir dass eigentlich nichts schief gehen könnte, denn 4 Jahre Uni (Technische Physik) sollten eigentlich reichen um so ein "einfaches" Problem zu lösen. Aber es kam wie immer anders:

In der Früh (bei mir um ca. 13 Uhr) fing ich an das Fahrrad (ein wenig verrostete Kette, Gangschaltung kaputt) zu zerlegen. Zuerst war das Zugseil für die hintere Gangschaltung (auch Schaltwerk genannt) dran. Zerlegt abmontiert, nochmal angeschraubt, festgeschraubt und fertig. Allerdings konnte ich dannach nicht in die höheren Gänge schalten, was ein Nachteil wäre wenn man ein wenig bergauf fahren möchte, und da ich ein Perfektionist bin, war ich mit dieser Lösung noch lange nicht zufrieden. Anstatt dieses Problem gänzlich zu lösen machte ich mich an die vordere Gangschaltung (auch Umlenker genannt) zu schaffen. Dises Mechanisch Konstrukt ist so schwer zu durchschauen dass ich mich sofort auf den Weg in meine Wohnung machte um mir ein Tutorial für die Einstellung einer Fahrradgangschaltung holen. Im Internet findet man einiges allerdings schwer zu verstehen.

Beim Fahrrad mit dem Tutorial in der Hand angekommen machte ich hochmotiviert und optimistisch weiter. Spätestens nach einer halben Stunde in der stärksten Hitze (ich wusste gar nicht dass Menschen literweise Wasser ausschwitzen können) hätte ich aufgeben sollen. Aber da ich ein hoffnungsloser Optimist bin und in solchen Situationen denke dass sich das Blatt wenden wird, schraubte ich an den Schrauben des Schaltwerks weiter. Ohne Erfolg, denn egal was ich tat es waren immer zwei Zustände möglich:

1. Entweder stellte ich den niedrigsten Gang (leicht zu treten, aber eine niedrige Geschwindigkeit) bekam aber dann die höheren Gänge nicht hinein.

2. oder genau das Gegenteil: Ich stelle die hohen Gänge, kriege aber die niedrigen nicht mehr rein.

Nach zwei Stunden harter Arbeit hab ich mich entschlossen den schönen Tag besser zu nutzen und mich ins kühle Nass auf der neuen Donau zu werfen. Im meinem Größenwahn habe ich mich noch entschlossen mein Fahrrad komplett zu zerlegen und zu lackieren. Das wird sicher ein Abenteuer dass ich niemals vergessen werde.

Mittwoch, 19. Juli 2006

Linux, Skype und VIA

Wenn man sich ein wenig mit Computern beschäftigt und das ganze dann zum Beruf oder Hobby macht, kommt man früher an den Internen eines Betriebssystems nicht vorbei. Versucht man auch noch über den Tellerrand des typischen Betriebssystems hinausschauen (also Windows) trifft man üblicherweise auf GNU/Linux. Da ich ein begeisterter GNU/Linux Benutzer hab ich mich nach langer Zeit wiedermal über dieses wunderbare Betriebssystem geärgert. Folgedes Szenario:

Skype will nicht.
oder etwas genauerer: Ich habe ein P4-System mit einem VIA Chipset, welches eine integrierte Soundkarte VIA 8233 besitzt. Die Ausgabe, also das was ich höre ist total abgehackt. Wenn man sich ein wenig bemüht kann man noch etwas verstehen. Das größere Übel ist aber die "Eingabe" also das was meine Freunde von mir hören. Es ist einfach eine totale verzerrte (das was man vermutlich in der Hölle hören würde) von meinem Gesagtem. So bin ich derzeit vom der tollen Welt der Skypisten getrennt. Schade, ich rede ja so gerne. Wie dem auch sei, werde ich mir einfach eine andere (alte ISA) Soundkarte einbauen, und weiter an der verbalen Kommunikation im Internet teilnehmen. Vielleicht wird ja dieser Bug irgendwann gefixt ...

Dienstag, 18. Juli 2006

Die Diktatur des Kapitals und ein leeres Studentenkonto

Dies soll sicher kein Beitrag über das Übel der Welt werden, sondern lediglich ein kleiner Einblick ins Wiener Bankwesen. Da ich ein Immigrant bin und man das einfach schon an meinem Namen sieht, grenzt es schon an Rassismus wie manche Banken mit ausländischen Kunden umgehen. Es begann alles an einem sonnigen Nachmittag:

Ich saß damals in meinem Zimmer und es war so heiß (so heiß dass man nur noch in der Boxershorts sitzen kann), da läutete auf einmal mein Handy. Da ich die Nummer nicht kannte hebte ich natürlich ab. Auf der anderen Seite frage mich eine unfreundliche weibliche Stimme ob ich der gesuchte Herr bin. Da sie meinen Namen nicht korrekt aussprach, wie ungefähr 80% aller Menschen die mich mit meinem Nachnamen ansprechen (obwohl es keine Besonderheiten in des Ausprache besitzt, man muss einfach nur die Buchstaben lesen) sah ich schon dass dieses Gespäch kein gutes Ende nehmen wird. Sie wies mich darauf hin dass mein Konto bei Ihrer Bank im Minus ist, was mir ja klar war allerdings war es seit dem letzten Kontoauszug eine Kleinigkeit (ca. 5€). Ich fragte natürlich nach wieviel das wäre und sie meinte 25€, worauf mich natürlich erstmal die Luft wegblieb, da ich das letzte mal vor ca. 1 Jahr das Konto verwendet hatte. Weiters drohte mir diese unfreundliche Mitarbeiterin mit einer Abmahnung sollte ich das Konto nicht ausgleichen.

Nachdem ich aufgelegt hatte mit dem Versprechen mein Konto aufzulösen, habe ich mich auch entschlossen niemals wieder ein Kunde dieser Bank zu werden. Ich bin nicht über mein Fehlverhalten verärgert da ich mir im Klaren bin, dass ich nicht richtig gehandelt hatte, sondern einfach nur über diese Art und Weise wie ich schon automatisch kriminalisiert wurde. Diese Mitarbeiterin ging schon beim Anruf davon aus das Ihre Bank das Geld nie wieder sehen wird, und glaubte dadurch sie muss mir natürlich gleich mit dem Gesetz drohen.

Die traurige Ironie dieser ganzen Geschichte ist es aber dass ausgerechnet diese Bank durch die Ostexpansion der österreichischen Banken sehr viel Geld gerade in meinem Heimatland verdient. Natürlich denken sicher viele Menschen dass sich ja die Banken schützen wollen, allerdings bin ich nicht der Meinung dass gerade diese Banken auch die Verantwortung sich über Ihre Kunden zu informieren und sie nicht gleich nach Ihrem Namen und Reisepass automatisch in eine Schublade zu stecken.

Das traurige Ende dieser Story ist nun dass ich extra Stunden in meiner Arbeit einlegen muss um diese lächerliche 25€ abzubezahlen, sonst könnte es ja passieren dass sich dieser Betrag verdoppelt wie beim GIS, aber das ist eine andere Geschichte...

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

zurück aus dem urlaub...
zurück aus dem urlaub *g*... tjaja... oller perfektionist...
zyni42 - 30. Jul, 00:23
Verdammte Mechanik!
Es gibt nur wenige Menschen auf dieser Welt die eine...
syntaxmonster - 21. Jul, 16:00
Linux, Skype und VIA
Wenn man sich ein wenig mit Computern beschäftigt und...
syntaxmonster - 19. Jul, 00:42
schwein gehabt...
... dass du nicht in handschellen abgeführt wurdest....
zyni42 - 18. Jul, 16:22
Die Diktatur des Kapitals...
Dies soll sicher kein Beitrag über das Übel der Welt...
syntaxmonster - 18. Jul, 16:04

Links

Suche

 

Status

Online seit 6946 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 30. Jul, 00:23

Credits


Profil
Abmelden
Weblog abonnieren